J and I and Me
2005-06-30
 
High Performance Persistence - Oracle Top Link

Auch die andere Seite der Persistenz-Technologien durfte auf der Java One natürlich zu Wort kommen. Hier habe es einige Tipps und Einsichten, die nicht unbedingt etwas mit Top Link zu tun haben. Der erste Tipp (eher offensichtlich) ist, Optimistic Locking, dass bis auf hohe Kollisionsraten Pessimistic Locking überlegen ist.

Das Thema Optimierung von Queries nahm auch hier einen größeren Teil der Zeit ein. Auch hier war der Punkt erstmal die Umsetzung von Queries mit Subjoins, Joins und Batches. Ein Problem ist dann natürlich, dass das entstehende SQL möglicherweise zu komplex ist.

Ein Tipp war noch die Verwendung von Projektionen, also nur einen Teil der Felder zu lesen. Dies erlaubt EJB QL neuerdings. Das gleiche gilt für Aggregate, also Dinge wie die Summe bilden oder eine Anzahl zählen.

Man sollte außerdem nur eine kurze DB Transaktion am Ende der Client Interaktion machen, was auch logisch ist, denn die gesamten Client Interaktion ist schlicht zu lang.

Top Link hat ein Transfered Transaction Model, was bedeutete, dass am Ende der Interaktion Updates nur auf die Felder gemacht werden, die sich geändert haben. Updates, Inserts und Deletes werden in der richtigen Reihenfolge bzgl. der Constraints gemacht. Dadurch ergeben sich einfache Transaktionen und wenig Deadlocks.

Die Transaktion muss Objekte verwalten, um zum Beispiel Änderungen an den Objekten zu entdecken. Man sollte also wenig Objekte allokieren und nur geänderte Objekte an der Transaktion registrieren. Ob dies ein Nachteil der Verfahrensweise von Top Link ist, Kopien der Objekte für das Entdecken von Änderungen zu nutzen, ist mir unklar.

Caching ist natürlich auch ein (das?) Thema bei Performance. Man benötigt auf jeden Fall einen Cache, da man sonst die Objekt Identität nicht hinbekommt: Wenn zwei Objekte denselben Datensatz repräsentieren sollen, sollte man dafür dasselbe Objekt verwenden. Dazu braucht man einen Cache. Für einen effektiven Cache muss man aber Datenzugriff haben, der sich wiederholt, entweder in der Session oder über mehrere User hinweg. Es gibt bei Top Link - wie auch bei anderen O/R Mappern - mehrere Caches, so dass man auch an dieser Stelle durch geschickte Konfiguration einiges erreichen kann.

Er bestätigte mich dann noch in der Einschätzung zu O/R Mappern und Performance im allgemeinen: Durch die O/R Mapper hat man eine flexible Zugriffschicht, die konfigurierbar ist und von dem konkreten Zugriff abstrahiert. Durch Änderungen in diesem Bereich kann man dann Performance Tuning betreiben, das sonst nur mit Code Änderungen oder möglicherweise gar nicht machbar ist.
 
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