J and I and Me
2005-06-30
 
WS Interoperability

Wie wir ja alle wissen, haben Microsoft und Sun seit einiger Zeit ein Abkommen, mit dem sie Interoperabilitaet ihrer Loesungen zusichern wollen. Eines der Ergebnisse ist diese Session, in den MS und Sun zusammen genau dies zeigen wollen.

Die erste interessante Beobachtung ist, dass der MS Mitarbeiter tatsaechlich mit einem Applaus empfangen wurde. Und dieser war auch nicht gerade zurueckhaltend. Tja, nach innen gerichtet ist die Java Community vielleicht doch nicht. Im weiteren ging es dann erstmal um den WS-* Stack, in dem vor allem WS-Securityu, WS-Transaction, WS-Reliability und WS-Event (mit Publish/Subschribe) kurz erlaeutert wurden. Ausserdem gab es einen Hinweis auf WS-Management, das noch vorgestellt werden sollte.

Daneben wurden kurz vertikalen Protokolle dargestellt, die fuer bestimmte Industrien standardisiert werden.

Die WS Standardisierung laeuft ueber einen Workshop Prozess: Es werden Workshops abgehalten, dann macht man Implementierungen und holt sich darueber Feedback und dann gibt es wieder einen Workshop. Vor allem in den letzten 6 Monaten scheint sich in dem WS-* Bereich einiges getan zu haben.

Eine Demo...

Es gab dann eine Demo der Interoperabilitaet zwischen Indigo, dem neuen Kommunikationsprotokoll in Windows, das WS-* unterstuetzt, und Java. Das ganze sollte eine langweilige Demo werden, weil man dann ja sieht, wie einfach die Interoperabilitaet ist. Dabei kam auf Java Seite JSR 181 Annotationen zum Einsatz und zwar genau eine an der Klasse. Dazu dann noch ein Deployment Descriptor und das ganze laeuft. Auf dem Client nutzt man WSDL und JAX-WS, um dann auf einen Web Service zuzugreifen.

Auf der anderen Seite war das vorgehen aehnlich einfach mit dem Erzeugen einer Web Service Referenz in Visual Studio .NET. Leider gab es bei dem konkreten Server Zugriff dann ein Problem...

Interessant war noch die Aussage, dass es im Bereich WS-* eine vom Benutzer gewuenschte Bewegung in Richtung Interoperabilitaet gibt und dadurch eine Konvergenz der Plattformen entsteht. Ich bin da nicht so sicher. Vielleicht ist das ganze ja auch so, um durch eine Integration langfristig zu einer Migration zu kommen. Das Problem kam spaeter auch unter dem Motto Interoperate - Innovate zur Sprache. Die Plattformen muessen interoperabel sein, aber auch Innovationen bieten, um Kunden zu ueberzeugen. Das wird nocht interessant...

Message Exchange Pattern

Der naechste Punkt waren Message Exchange Pattern. Dabei gibt es neben Request / Response auch One Way und WSDL 2.0 bringt wohl noch mehr. Das ist nichts wirklich neues. Interessanter ist die Idee einer Konversation, die einen Zustand hat und zwischen zwei dedizierten Partnern laeuft. Das hat ja bisher im Web Services bereich gefehlt, allerdings auch mit Absicht, denn zustandsbehaftet ist eben schwieriger. Weiteres Thema in der Zukunft in Interface Evolution. Auch ein fast klassisches Thema bei verteilten Systemen...

Es wurde am Rande auch die Behauptung aufgestellt, SOA sei Entwickler-getrieben. Dem kann ich nun gar nicht zustimmen, denn SOA definiert eine Strukturierung der Unternehmens IT und bietet Vorteile fuer die Fachbereiche, da die Prozesse flexibler in IT abgebildet werden.

Coole WS-Management Demo...

Die naechste Demo beschaeftigte sich mit WS-Management. Dabei geht es um das Service und System Management mit Web Services. Dazu zeigte ein Microsoft Mitarbeiter, wie man mit der Micosoft Operations Management Console zunaechst einen Sun Server ueberwacht. Dabei kann man auch auf dem Server z.B. vergesteuert eine LED blinken lassen, damit der Operator weiss, welcher Rechner hin ist. Auf dem Sun Server lief uebrigens Windows 2003 Server, daher war das erstmal langweilig. Im naechsten Schritt wurde dann gezeigt, wie man aus einem Sun Server Prozessorluefter entfernen kann, dies wird dann auf der Console angezeigt und man kann letztendlich Solaris und die Hardware runterfahren. Dazu dienst ein Hardware Management Prozessor, der WS Management spricht.

Fazit

Ob Interoperabilitaet wirklich kein mehr Thema ist, hat die Session nicht beantwortet. Irgendwo gibt es wahrscheinlich Probleme und die haette man dann nennen sollen - fuer mich war es zu wenig Praxis. Die WS-Management Demo war cool, aber eher fuer SysAdmins interessant. Es zeigt aber deutlich, dass Web Services nicht SOA sind, sondern auch in Kontexten eingesetzt werden koennen, wo primitive Protokolle wie SNMP eigentlich zu Hause sind.
 
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