J and I and Me
2005-07-01
 
SOA with JBI

Diese Session war unter anderem mit John Grupi von Sun, der schon einen recht guten Namen im Java EE Umfeld hat. Er begann mit der Motivation und sagte dabei, dass es in den Unternehmen eine "Accidential Architecture" gibt. Den Begriff finde ich recht passend. Er beschreibt den Fakt, dass in den Unternehmen die Systeme unkoordiniert miteinander reden und irgendwann dann ein echter Drahtverhau entsteht, in dem praktisch jeder mit jedem redet. Das ganze ist dann komplex und teuer.

Für das Einführen einer SOA muss es seiner Meinung nach einen Top Down Ansatz geben, bei der das Business entscheidet, wsa wie umgesetzt wird. Das ist ja auch logisch, denn die SOA muss sich an den Services orientieren und die werden eben durch die Fachlichkeiten definiert.

Dann ging es um JBI konkret technisch. Die Idee von JBI ist es, ein Meta Container für Services zu sein. Das bedeutet, dass er Platz für einzelne Container bietet, die jeweils Dienste implementieren können. Dort kann man zwei unterscheiden:
Dieses normalisierte Format wird dann vom Message Router genommen und einem anderen Endpunkt weitergegeben.

Das ganze ist ein zusammengesetztes Event-basiertes System, d.h. die Komponenten kommunizieren Asynchron miteinander. Die einzelnen Elemente haben in WSDL definierte Schnittstellen und sind lose aneinander gekoppelt.

Konkret kann es also sein, dass über ein SOAP Binding eine Nachricht in das System kommt. Die wird dann an ein Service, also z.B. eine BPEL Engine, weitergeleitet. Die wiederum legt über ein FTP Binding ein File irgendwo hin. Die interne Kommunikation läuft dabei immer über die normalisierten Nachrichten und den Message Router. Das ganze läuft typischerweise in einer JVM.

Skalierung

Um wirklich hohe Durchsätze zu erreichen, muss man JBI Implementierungen miteinander kombinieren können, um einen Cluster zu erreichen. Dazu kann man einzelne JBI Instanzen mit einem Enterprise Service Bus (ESB) zusammenschalten. Das ist konkret eine Message-Oriented Middleware (MOM) wie z.B. JMS. Die genau Implementierung ist jedoch proprietär.

Administration

Ein weiterer wichtiger Teil des Standards ist die standardisierte Installation. Dazu dienen Service Assemblies (SA), die in einem portablen Archivformat ausgeliefert werden. Sie bestehen aus mehreren Services.

Ein Service wird in einer Service Unit (SU) ausgeliefert. Das bedeutet also, dass in einem SA mehrer SUs für die Services sind.

Nicht standardisiert ist das Thema Monitoring, dass hier zum einen vor der Herausforderung steht, viele Container zu monitoren, bei denen auch dynamisch noch welche dazu kommen können. Außerdem muss man die Geschäftsprozesse monitoren.

Zusammenfassung

Die abschließende Zusammenfassung hat nocheinmal deutlich gemacht, was JBI ausmacht: Standardisierung. Und zwar bei

pluggable Integration Components
Administration
Nachrichten Austausch zwischen den Komponenten

Das ganze kann einen neuen Markt schaffen, in dem solche Komponenten miteinander konkurrieren.

Mein Fazit

Das ganze erinnert mich stark an Biztalk, das im wesentlichen auch eine Schaltstelle für den Austausch von XML ist. Damit ist eigentlich die Frage, warum man sowas erst jetzt standardisiert und so in den Mittelpunkt stellt. Es löst mit Sicherheit einige Problem. Allerdings macht der Ansatz eher einen schwergewichtigen Eindruck: Es gibt nicht einen Container, sondern gleich ganz viele. Allerdings kann man die Probleme wohl auch nicht anders lösen. Mit dem Kauf von SeeBeyond stellt Sun klar, dass dieses Thema für sie sehr wichtig ist. Jetzt muss man nur noch mal einen Blick darauf werfen, wie sich das ganze praktisch anfühlt.
 
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