J and I and Me
2006-02-09
 
Borland verkauft

Die Nachricht des Tages ist der Verkauf des Geschäfts mit Entwicklungs-Umgebungen bei Borland. Die Nachricht findet sich hier und hier. Ein Kommentar gibt es hier auch schon. Nachdem ich früher für diese Firma gearbeitet habe, bin ich von der Sache natürlich schon berührt.

In gewisser Weise ist der Schritt richtig. Eclipse hat den gesamten Java-IDE Markt für sich eingenommen hat und eigentlich gibt es sonst nur noch intelliJ. Dort hätte JBuilder sein müssen, wenn dieses Produkt dauerhaft hätte überleben sollen. Das ganze ist eine Folge des Schritts, Eclipse zu Open-Source zu machen, mit dem IBM eigentlich Microsoft treffen wollte.

Im Delphi-Bereich fehlt mir die Übersicht, aber dort scheint es in letzter Zeit auch nicht so gut zu laufen und vor allem konkurriert man dort mit Microsoft.

Mit dem Fokus auf Application Lifecycle Management steht Borland nun vor einer interessanten Herausforderung. Dieses Geschäft ist völlig anders als der Verkauf von IDEs an Entwickler oder Einzelpersonen. Auch die Marke Borland ist hier eher hinderlich, weil sie eben für einfache IDEs steht und nicht für Enterprise-Lösungen. Konkurrenten sind zum Beispiel Rational, die durch den IBM Hintergrund sicher ganz anders aufgestellt sind.

Fazit: Ein konsequenter Schritt, eine sinnvolle Maßnahme, eher überfällig. Wenn man sentimental ist, würde man es schade finden, aber eigentlich war es zu lange abzusehen. Obwohl es ein richtiger Schritt ist, bin ich nicht überzeugt, dass Borland damit wieder auf der Gewinner-Straße steht. Es kann ein richtiger Schritt sein, aber danach muss es dann noch weitere geben.

Interessant ist der Vergleich zu IBM, die auch gerade die einstige Kernsparte mit dem Bau von PCs und Notebooks verkauft haben. Bei IBM ist allerdings klar zu sehen, wie es weitergehen soll: Eben mit Services, Consulting und den anderen Umsatzbringern wie Mainframes. Bei Borland gab es aber eine solche substantielle Veränderung nicht. Das zeigt, was passiert, wenn man stehen bleibt. Böse Zungen könnten behaupten, dass das Problem schon mit dem Weggang von Anders Hejlsberg begonnen hat.....
 
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