J and I and Me
2008-08-28
  Jürgen Höller: Spring 2.5 auf dem Weg zu 3.0
In diesem Vortrag bei der Java User Group Switzerland sprach Jürgen über Spring 3.0.

Spring 3.0 wird Java 5 voraussetzen, aber auch mit J2EE 1.4 und Java EE 5 funktionieren. Wesentliche Neuigkeiten sind:


Durch die Spring Expression Language ist es möglich, statt Werten in der Konfiguration Ausdrücke in Expression Language anzugeben. Dadurch ist man hier flexibler und kann auf die Umgebung - also zum Beispiel auf System Properties - zugreifen. Man wird dies nicht nur in der XML-Konfiguration nutzen, sondern es wird auch möglich sein, setter-Methoden so zu annotieren, dass dort bestimmte Werte injiziert werden.

Gerade bei Spring MVC wird dadurch das Framework wesentlich mächtiger und bietet direkten Support für viele typische Web-Probleme, während Spring MVC sonst eine fundamentales Framework war. Der Support für REST bedeutet, dass man durch eine URL ein Objekt adriessieren kann und dann über unterschiedliche HTTP-Operationen unterschiedliche Aktionen auf dem Objekt auslösen. Beispielsweise könnte

http://bespiel.com/show/42

mit folgendem Code bearbeiten:



@RequestMapping(method = RequestMethod.GET)
public Reward show(@PathParam Long id) {
return this.rewardsAdminService.findReward(id);
}



show mappt also auf den Methoden-Namen und durch @PathParam ist klar, wie der rest der URL gemappt werden soll.

Alternativ kann man ein Interface als Basis nutzen. Dann ist klar definiert, welche HTTP-Aktion zum Aufruf welcher Methode führt. Ein Beispiel:



@Controller
public class AccountsController
implements RestController {
// GET http://rewarddining.com/accounts
public List index() {}
// PUT http://rewarddining.com/accounts
public void create(Account account) {}
// GET http://rewarddining.com/accounts/1
public Account show(Long id) {}
// DELETE http://rewarddining.com/accounts/1
public void delete(Long id) {}
// POST http://rewarddining.com/accounts/1
public void update(Account account) {}
}




Ob es nun Interfaces oder Annotationen werden ist zur Zeit offen. Die Daten könnten dann als JSON, XML oder ATOM zurückgeliefert werden.

Außerdem wird es Annotationen geben, mit denen man Modelle (also Datencintainer) validieren lassen kann. Und es wird Conversations geben, die mehrere HTTP-Request umfassen können. Dazu wird es dann ein passendes Zustandsmanagement geben.

Und es gibt auch Dinge, die entfernt werden: Die Unterstützung für Common Annotations und TopLink wird entfernt werden. Außerdem werden die alten Spring-MVC-Controller deprecated. Hier sollte man den Annotations-basierten Ansatz nutzen. Analog ist die JUnit-3-Unterstützung deprecated - hier kann man die Annotationen und JUnit 4 nutzen.

Das ganze soll nach dem aktuellen Plan als erster Meilenstein im September kommen und im Januar final sein. Dann wird man auch sehen, was wirklich umgesetzt wird - im Moment ist alles noch in der Planung und damit im Fluß.
 
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Comments:
Klingt interessant. Aber warum wird denn Toplink nicht mehr unterstützt?
 
Hi,

der Grund ist, dass die ursprüngliche TopLink-API durch JPA im Prinzip nicht mehr relevant ist. Nachdem aber im Moment die Dinge noch im Fluss sind, kann man sicher einen entsprechenden JIRA einstellen, um das noch aufzuhalten...

Gruß,
Eberhard
 
Ich glaube das Toplink in der Tat nicht mehr nötig sein wird, vorausgesetzt dass EclipseLink dann unterstützt wird. Gibt es derartige Pläne?
 
Hi,
ja, Unterstützung für Eclipselink ist geplant. Um es nochmal klar zu sagen: Es geht um die Abschaffung der Unterstützung für die alte TopLink API, nicht die JPA API bei TopLink Essential.
Gruß,
Eberhard
 
Optimal wäre es, wenn hier die JSR 311-konforme @GET-Annotation verwendet würde anstatt RequestMapping(method = RequestMethod.GET). Wie sieht es mit Support für WADL und WSDL 2.0 aus? Die Mächtigkeit eines Web Service Frameworks zeichnet sich primär durch den Tool-Support aus und den User, der einen Web Service so entsprechend einfach nutzen kann...
 
Hallo,
wir unterstützen JSR 311 durch die Integration entsprechender JSR-311-Implementierungen. Die @GET Annotation würde sich wie ein Fremdkörper anfühlen, zumal die Untersützung für GET bei @RequestMapping schon in Spring 2.5 enthalten war. Das Schöne am Spring-REST-Support ist gerade, dass er sich harmonisch in das Spring-MVC-Framework integriert.
Zu WADL-Support gibt es keinen JIRA-Issue. Wir bauen nur Sachen ein, die die Community auch will - also in http://jira.springframework.org/browse/SPR einen Issue einstellen, dann kommt es vielleicht. Analopg WSDL 2.0.
Ich würde bezüglich der Wichtigkeit des Tool-Supports bei Web Services widersprechen. Ich glaube, Web Services werden primär wegen der Interoperabilität genutzt. Da hilft einem ein Ansatz am meisten, bei dem man präzise steuern kann, was passiert - also welches XML genau ausgetauscht wird zum Beispiel. Genau das tut der Spring-REST-Support wie auch Spring Web Services für SOAP Web Services.
 
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