J and I and Me
2009-08-14
  VMware und SpringSource nachdem sich der Staub gelegt hat....
Am Montag abend ist der Kauf von SpringSource durch VMware öffentlich bekannt gegeben worden. VMware ist schon länger Partner von SpringSource. Es gab auch vor dem Kauf technologische Kooperationen zum Beispiel beim der Integration des VMware Lab Manager in die SpringSource Tool Suite. Daher kommt der Schritt für SpringSource-Mitarbeiter nicht überraschend, denn es gab schon lange Beziehungen. Für einige Außenstehende ist der Schritt anscheinend dennoch überraschend -obwohl SpringSource nicht die erste Enterprise-Java-Firma ist, die von einer größeren Firma gekauft wird.

Technisch ist dieser Schritt auf jeden Fall sehr sinnvoll. Mit tc Server und dm Server haben wir innovative Application Server im Angebot, die insbesondere in der Cloud Vorteile bringen. Dazu gehört in tc Server die Möglichkeit, eine Gruppe von Servern zu definieren, auf die man dann Anwendungen deployen kann oder umkonfigurieren kann. Ähnliches wird es in dm Server 2.0 auch geben. Außerdem wird man dort ein zentrales Repository für mehrere dm Serve definieren können, aus dem dann alle Server in der Cloud OSGi Bundles laden können. Und unser Management-Produkt Hyperic ist gerade beim Management von Clouds sinnvoll, weil man nur einen Agent auf jedem Knoten installieren muss - die komplette zu managende Software auf dem Rechner wird automatisch gefunden. Man kann also basierend auf diesen Lösungen leicht einen Cloud von VMs aufbauen, um seine Anwendung skalierbar zu halten und effektiv zu betreiben. Durch VMwares Technologien kann man dann in diesem Cluster einzelne Knoten auf andere physikalische Rechner migrieren, um bei einem Ausfall die Verfügbarkeit zu gewährleisten oder bei Hochlast die Performance zu verbessern.

Ebenfalls wird die Entwicklung vereinfacht, weil man sehr einfach Test-Umgebungen aufbauen kann und auf diesen die Anwendungen mit einem Application Server zusammen deployen kann. Solche Test-Umgebungen kann man auch recht einfach in Produktionskonfigurationen überführen. Ohne Virtualisierung sind diese Aufgaben sehr komplex, dauern sehr lange und sind auch sehr fehleranfällig. Weitere technische Diskussionen dazu finden sich in Adrian Colyers (CTO SpringSource) Blog Post.

Neben den Technologien ist ein weiterer wichtiger Punkt die Ausrichtung der Firmen. Beide Firmen sind technologie-fokusiert. Beide Firmen haben sich zur Offenheit bekannt. Das ist konsequent: Letztendlich ist der Erfolg der SpringSource-Technologien nur durch ihre Communities möglich. Dafür möchte ich mich bedanken. Wir werden auch weiterhin unsere Communities interessante Technologien anbieten - um so mehr, weil wir nun durch eine direkte Unterstützung von Virtualisierung spannende neue Ansätze anbieten können. Gleichzeitig werden wir auch weiterhin alternative Ansätze unterstützen. Schließlich ist einer der großen Vorteile von Spring schon immer die Plattformunabhängigkeit gewesen und das wird sich nicht ändern.

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Comments:
Vielen Dank für die Erläuterung, das klärt dann doch einiges von dem, was bis dato eher unklar war.

Interessant in dem Zusammenhang wäre es, etwas über die Bedeutung der Akquisition für Groovy und Grails zu erfahren.

Können wir als Groovy/Grails Entwickler verstärkt Investitionen in diese so coole wie intelligente Technologien erwarten? Ich meine Bedarf gäbe es genug (IDE, mehr Core Entwickler etc.)...

Danke und Grüße

Reto Kiefer
 
Hallo,

wir sind natürlich zu Groovy / Grails sehr engagiert und beschäftigen ja in diesem Bereich mehrere Committer. Bei dem Eclipse-Support zeigen sich auch Synergien zwischen dem Groovy/Grails-Team und den anderen SpringSource-Mitarbeitern. Dazu hat Andy Clement unter http://blog.springsource.com/2009/07/30/a-groovier-eclipse-experience/ ein entsprechenden Beitrag geschrieben. Bei Grails wird im Moment an 1.2M2 gearbeitet, siehe http://www.grails.org/1.2-M2+Release+Notes. Von daher ist im Bereich Groovy/Grails sicher in Zukunft noch eine Menge zu erwarten.

Gruß,

Eberhard Wolff
 
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